Weißbuch Arbeiten 4.0 veröffentlicht

Am Dienstag, den 29. November hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihr vorläufiges Ergebnis zum Thema digitales Arbeiten, das Weißbuch Arbeiten 4.0 vorgestellt. Die Ministerien und ihr Haus arbeiten seit April 2015 am einem Konzept für das Arbeiten der Zukunft.

Der Diskussionsentwurf des Weißbuchs soll erste Antworten auf die Fragen aus dem Dialogprozess geben und erste Schlussfolgerungen vorstellen. Damit will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine breitere gesellschaftliche Debatte dokumentieren und darüber hinaus einen Impuls zur gesellschaftlichen Gestaltung der Zukunft der Arbeit setzen. Denn die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen werden die Arbeitswelt in den nächsten 20 Jahren fundamental verändern.

Unter anderem spricht sich die Ministerin für mehr Optionen bei der Wahl der Arbeitszeit aus, die innovative Modelle ermöglichen sollen, um die Chancen der Digitalisierung auf eine selbstbestimmtere Arbeitswelt 4.0 und den Wechsel zwischen Firma und Home Office auszunutzen.

Nahles kündigt mit dem Weißbuch außerdem an, den Arbeitsschutz und den Beschäftigtendatenschutz unter Einbezug eines Expertenbeirats modernisieren zu wollen. Dabei sollten die Spielräume, die die EU-Datenschutzverordnung lasse, umfassend genutzt werden. Da es vor allem in der digitalen Wirtschaft viele Solo-Selbständige gebe, will die Ministerin Freischaffende grundsätzlich ebenso wie abhängig Beschäftigte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen.

Aus Sicht von eco ist es positiv, dass die Ministerin vor allem die Chancen in Verbindung mit der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt betont. eco begleitet mit der Kompetenzgruppe New Work den durch Arbeitsministerin Andrea Nahles angestoßenen Dialogprozess 4.0 von Beginn an und wird sich auch weiterhin an der Entwicklung zukunftsfähiger und nachhaltiger Lösungen beteiligen.

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