5 Fragen an… Christian Pereira

Köln

Aus der Reihe „Akteure“ (1)

In der Kolumne „5 Fragen an…“ sprechen wir regelmäßig mit innovativen Köpfe aus dem IoT-Bereich. In dieser Woche stellen wir Christian Pereira, Geschäftsführer von Q-loud vor.

Christian Pereira leitet die Bereiche Consulting und Sales bei Q-loud, ein führender Full-Stack IoT-Anbieter. Vorher war er in mehreren Beratungsunternehmen tätig oder hat diese gegründet. Er ist studierter Maschinenbauer und Informatiker.

 

Wo kommen Sie privat mit dem IoT in Berührung?

Der Übergang von Beruf und Privatleben ist bei mir fließend, privat und ohne viel nachzudenken ist es insbesondere meine Smart Watch, die mich jeden Tag zu neuen Höchstleistungen motiviert. Schön ist, dass IoT ganz natürlich in das Leben einfließt und High-Tech als Gebrauchsgegenstand und nicht als „Innovation“ wahrgenommen wird.

 

Worüber wird in Bezug auf IoT zu viel gesprochen, worüber zu wenig?

Es wird zu viel über Analytics und Künstliche Intelligenz gesprochen. Das ist zwar perspektivisch extrem wichtig, erschwert aber aufgrund der Komplexität den Einstieg. Dadurch wird dann oft der notwendige schnelle Start in das Thema behindert. Wichtig ist es, zu starten und Erfahrungen aufzubauen! Also erst mal die Daten zu gewinnen – aus den Geräten herauszuholen – und für eine schnelle Verbreitung von Smarten Geräten zu sorgen, z. B. über eine Retrofit-Strategie. Das ist nämlich die Basis für die spannenden Anwendungen; darüber sollte also mehr gesprochen werden!

 

Was reizt Sie am Internet of Things?

Für mich ist klar: alles was vernetzt werden kann, wird auch vernetzt (werden). Die schiere Menge an Geräten und eine Intensivierung der Kommunikation in der „Echtzeitwelt“ wird unsere Geschäftswelt und Gesellschaft mindestens genauso stark verändern wie die Verbreitung von Social Media. Hier als Pionier gestaltend tätig zu sein und jeden Tag im eigenen Unternehmen und im Austausch mit Partnern und Kunden Akzente zu setzen, das ist für mich Adrenalin pur.

 

Was ist Ihr aktuell spannendstes Projekt?

Da wir mit jedem Projekt technologisch Neuland betreten, ist eine Priorisierung nahezu unmöglich. Inhaltlich fasziniert mich ein Projekt für einen US-Anbieter von Medizintechnik, dessen Geräte wir vernetzen und mit dem wir auch konzeptionell Themen wie Artificial Intelligence / Deep Learning (jetzt also doch wieder 😉 ) in der Anwendung betrachten. Das Thema Connected Health hat das Potential, unsere Gesundheitsversorgung und damit unser aller Leben grundlegend zu verändern! Spannend ist hier auch der internationale Fokus auf Anwendungen in China und dem Nahen Osten: Deutschland wird hier aufgrund der komplexen Regulierung nicht als primärer Zielmarkt gesehen.

 

Wie wird unser Leben 2030 aussehen?

Als Fan der „Singularity-Thesen“ von Ray Kurzweil glaube ich, dass sich die Arbeitswelt 2030 grundlegend und nachhaltig transformiert hat, bis dahin Maschinen „intelligent“ geworden sind und viele Arbeiten – auch im Management – übernommen haben. Der Verkehr hat sich über Elektro, autonomes Fahren und Drohnen komplett geändert – ebenso wie die Bereiche Gesundheit, Energie und Ernährung. Also im Grunde genommen eine komplett neue Welt, die wir alle noch erleben werden (und gestalten müssen).

Weitere Informationen unter: https://q-loud.de/

5 Fragen an… Christian Pereira 1